Sie schreiben Songs gegen den Autopiloten.
Gegen Erwartungshaltungen. Gegen diese
Momente, in denen Musik einfach nur
bedient, statt zu berühren. THE HARA ziehen
ihr Ding durch, emotional aufgerissen,
wütend, nachdenklich und irgendwo zwischen
Post-Hardcore, Alternative Rock und
moderner Emo-Kante.
Im Januar veröffentlichten sie ihr neues Album
„The Haunted“ – ein Album, das sie nicht für
die Musikindustrie geschrieben haben, mit der
sie generell sehr kritisch umgehen. Sondern für die Menschen, die diese seltsame, strukturlose
Welt, in der sie leben, zermürbt und in Zweifel stürzt. Voller Authentizität, die sie so hoch
schätzen. Es ist „erst“ ihr zweiter Longplayer, nachdem sie in den ersten Jahren nach der
Bandgründung 2017 zunächst nur EPs veröffentlichten – davon allerdings viele: Bis zu drei
Stück pro Jahr.
Das Trio aus Manchester – Sänger Josh Taylor, Schlagzeuger Jack Kennedy und Gitarrist Zack
Breen – schöpft für seine aktuelle Musik aus einem Ort unverfälschter, kondensierter Absicht.
Entscheidend ist, dass diese Songs die Bausteine für ihre energiegeladenen Live-Auftritte
bilden, die Umgebung, in der sie sich zu ihrem wahrsten, besten Selbst verdichten.
Als es darum ging, das Material, das sie für „The Fallout“ angesammelt hatten, zu einem
Ganzen zu verweben, wussten sie, dass sie in einen höheren Gang schalten wollten, aber
nichts wurde erzwungen. Josh, als Texter, wird dabei von seinem Unterbewusstsein geleitet.
Er lässt es sprechen, und sobald die Worte auf dem Papier stehen, ist er in der Lage, besser zu
verstehen, was im Verborgenen seines Geistes vor sich gegangen ist. „Es war nie eine Sache
von ‚So fühle ich mich, darüber werde ich schreiben‘. Es passiert einfach“, erklärt er. „Ich finde
es schwer, im Alltag zu kommunizieren, und ich fühle, dass Schreiben mein Weg ist,
auszudrücken, was vor sich geht, auch wenn ich es zu diesem Zeitpunkt nicht verstehe. Es ist
wie Therapie.“ Therapie für ihn – aber in gleicher Weise den Zuhörer.
Ihr intensiver Genre-Mix aus Alternative Rock, Metal- und Post-Hardcore fügt dieses
therapeutische Element zusammen zu einem hochverdichteten Genre-Mix, der ihnen bereits
Support-Touren mit Sum 41, Nothing More, Escape the Fate oder Ice Nine Kills eingebracht
hat – ebenso wie ausverkaufte Headline-Shows in ganz Europa und Großbritannien.
Das furchtlose neue Kapitel von THE HARA ist das selbstsicherste, das sie je waren. Trotz des
Drucks, der Toxizität und des Selbstzweifels, die aus allen Richtungen auf sie einprasselten,
haben sie den Druck genutzt, um Diamanten zu erschaffen. Am wichtigsten ist, dass sie sich
durch all dies in die beste Version ihrer selbst verwandelt haben. „Dieses Album ist
wahrscheinlich die reinste, roheste Version von uns“, betont Josh. „Musikalisch, textlich – alles
fühlt sich so authentisch an, wie wir noch nie waren. Das ist wirklich, wer wir sind.“ Live zu
bestaunen im November in Köln und München.