Ein außergewöhnlicher Konzertabend verbindet Literatur und Musik, der musikalische und literarische Stimmen miteinander verwebt und den Blick auf weibliche Kreativität richtet. Was wäre aus einer ebenso genialen Schwester von William Shakespeare geworden? Ausgehend von dieser berühmten Gedankenfigur eröffnet Virginia Woolf einen Perspektivwechsel, der bis heute nachwirkt.
Lesung aus „Ein eigenes Zimmer“ von Virginia Woolf.
„Denn es ist ein ewiges Rätsel, warum keine Frau ein Wort jener außergewöhnlichen Literatur schrieb, wo doch jeder zweite Mann, so schien es, imstande war zu Sonett oder Lied....“ „Aber welches ist der Gemütszustand, der für den Schaffensakt am günstigsten ist, fragte ich?“
Im Spannungsfeld dieser Fragen entfaltet sich ein facettenreiches musikalisches Programm mit Werken von Komponistinnen: Clara Schumann, Fanny Hensel, Mel Bonis und Lili Boulanger.
Präsentiert von:
Yana Krasutskaya - Violine
Shanji Quan - Klavier
Liwen Huang - Violoncello
Christina Weiser - Lesung
Das Konzert macht hörbar, was lange ungehört blieb, und lässt künstlerische Stimmen in ihrer ganzen Tiefe erfahrbar werden.