SCHMUTZIGE TATEN/RIBBIT und DEAD AIR POETRY
Punk? Funpunk? Politpunk? Egal, was man draufschreibt, die 1993 gegründeten SCHMUTZIGEn TATEN sind weit entfernt vom üblichen Einheitsgeknüppel. Seit über 30 Jahren ziehen die vier Musiker und ihr Sänger aus der Nähe von Göttingen konsequent ihr eigenes Ding durch.
Tatsächlich ist das Konzert im EXIL das Abschlusskonzert der allerersten Minitour, die die SCHMUTZIGEn TATEN jemals gespielt haben – das muss ihnen erst mal jemand nach machen.
Ihre Texte treffen mitten ins Herz, mal politisch unbequem, mal kritisch und nachdenklich, dann wieder wild, direkt und ehrlich. Themen wie Politik, Liebe, Hass, Trauer, Wut, Spaß, Party und Sex gehören genauso dazu wie der klare Blick auf Gesellschaft und System.
Auf Platte zeigen sie durchaus einen Hang zum Perfektionismus – sauberer Sound, verständliche Texte, gezügeltes Tempo (‚weniger ist mehr‘) und jede Menge Spuren (‚viel hilft viel!‘). Doch live ist alles anders: roh, laut, schweißtreibend und absolut pogotauglich. Ihr Programm pendelt zwischen Gute-Laune-Ska-Punk zum Abtanzen und düsteren, wütenden Songs über Ohnmacht und Aufbegehren.
Fazit: Live ein absolutes Muss, dreckig, ehrlich, kompromisslos. Das Kribbeln in den Fingern ist zurück, ein neuer Proberaum sorgt für frischen Schwung und los geht’s. SCHMUTZIGE TATEN – das ist Punk mit Haltung, Herz und ordentlich Schub nach vorn!