Zahlreiche Musikfans werden durch ein Feature auf Kendrick Lamars Single „Die Hard“ auf Amanda Reifer aufmerksam. Anderen ist sie noch aus ihrer Zeit als Leadsängerin der Band Cover Drive bekannt. Seit 2018 macht sich das aus Barbados stammende Multitalent als Solokünstlerin einen Namen. Auf die erste Single „Girl Like Me“ folgen viele weitere, darunter „Bang Bang“, „Rich Bitch Juice“, „Shitty Day“, „Colonize“, „Sweat (Part II)“ oder „RUDUMB?“ vom Debütalbum „The Reifer Files“. Ihr vielseitiger Sound reflektiert die Stationen ihres Lebens, die Amanda Reifer von Barbados über London bis nach L. A. führten. So vereinen ihre Songs Elemente aus Genres wie R&B, HipHop, Pop, Soul und Reggae.
Amanda Reifer kommt 1991 in Barbados zur Welt und wächst auf der Karibikinsel auf. Begleitet wird ihr Aufwachsen von Musikstilen wie Dancehall, Reggae und Calypso, die bis heute Einfluss auf ihre eigene Musik nehmen. Gleich nach der Schule wird sie Frontfrau der vierköpfigen Band Cover Drive, mit der sie nach London geht und im UK große Erfolge feiert. So steht die Gruppe etwa als Opener für die ebenso aus Barbados stammende Rihanna auf der Bühne. Ihre Single „Twilight“ erreicht Platz #1 der UK-Charts. Als Cover Drive 2018 auseinandergehen, fasst Amanda Reifer den Entschluss, sich der Musik im Alleingang zu widmen. Dazu verlässt sie London, zieht zunächst zu ihrer Schwester nach Kanada und macht schließlich Los Angeles zu ihrer neuen Wahlheimat. Noch im selben Jahr veröffentlicht sie ihre Debütsingle „Girl Like Me“ in Eigenregie. 2019 folgen „Ransom“, „Haunt You“, „Bang Bang“ und „Duppy“ (mit Charlie Heart).
Kendrick Lamar-Feature und Debütalbum „The Reifer Files“
Im Januar 2020 droppt Amanda Reifer mit „Rich Bitch Juice“ eine weitere vielversprechende Single. Wenig später soll „Shitty Day“ für eine Weile der letzte neue Song sein, den sie teilt. Denn anschließend schafft die Pandemie plötzlich erschwerte Bedingungen für aufstrebende Künstlerinnen. Ihren Lebensunterhalt verdient sich Amanda Reifer zu dieser Zeit als Songwriterin. Als solche feilt sie zum einen ihren Skills und knüpft zum anderen einige nützliche Kontakte. 2022 passiert dann etwas, das ihr sämtliche Türen öffnen wird: Sie darf mit Kendrick Lamar zusammenarbeiten. So beteiligt sie sich am Songwriting für „Die Hard“ und steuert überdies ihren Gesang bei. Der Track, auf dem außerdem Blxst ein Feature hat, ist Teil des #1-Albums „Mr. Morale & The Big Steppers“. Die Kollaboration verschafft Amanda Reifers Popularität einen gewaltigen Sprung.
2024 gewährt Amanda Reifer erste Ausblicke auf ihr Debütalbum, das sie für 2025 ankündigt. Neben Singles wie „Colonize“ und „Woman Now“ gibt es auch das Intro „Bitch Like Me“ sowie die Interludes „In and Out“ und „Devastating“ zu hören. Ebenfalls 2024 veröffentlicht sie die von den Sounds der Karibik inspirierte EP „Island Files“. 2025 fungiert die Single „RUDUMB?“ als weiterer „The Reifer Files“-Teaser. Der Beat stammt von keinem geringeren als Pharrell Williams, der den Track produzierte und, ebenso wie Kendrick Lamar, ins Songwriting involviert war. Auch wenn Amanda Reifer ihr Album erst 2025 enthüllt – fertig geschrieben hat sie es bereits drei Jahre zuvor. An Ideen scheint es ihr ebenso wenig zu mangeln wie an Talenten. So ist sie nicht nur Sängerin, Songschreiberin und Musikerin, sondern auch Malerin. Darüber hinaus ist sie mitverantwortlich für die Regie ihrer Musikvideos, die sie außerdem selbst schneidet. Nein, Amanda Reifer braucht keine Band, um erfolgreich zu sein, sie ist längst eine gestandene Solokünstlerin.