Sie ist „Nobody’s Baby“ und braucht keinen „Sugar Daddy“, kommt dennoch nicht von einem gewissen „Dickhead“ los, denn ein „Good Guy“ ist ihr einfach zu langweilig. Vor allem aber ist sie eine „W.I.T.C.H“ – eine „Woman In Total Control of Herself“. Devon Cole singt feministische Alt-Popsongs, die Frauen empowern, gute Laune verbreiten und sich hartnäckig im Gehörgang festsetzen. Es ist praktisch unmöglich, nach dem Hören von „W.I.T.C.H“ keinen Ohrwurm zu haben. Nicht anders verhält es sich mit den übrigen Songs der Kanadierin, sei es der „W.I.T.C.H“-Nachfolger „Hey Cowboy“ oder „July for the Whole Year“, Devon Coles allererste Single vom Debütalbum „Party For One“.
„July for the Whole Year“ erscheint 2020. Zu diesem Zeitpunkt lebt die aus Calgary stammende Newcomerin in Toronto, hat ein abgeschlossenes College-Studium in der Tasche und ist bereit, mit ihrer Musik durchzustarten. Schon die Debütsingle zieht einige Aufmerksamkeit auf sich, sodass Devon Cole umgehend die Bestätigung erhält, dass sie sich auf dem richtigen Weg befindet. 2021 folgen weitere Singles, darunter „Nobody’s Baby“ – der erste Song, zu dem es ein richtiges Musikvideo gibt. Darin singt Devon Cole Zeilen wie „I am the love of my life“ oder „I don’t need you in my bed, I’ve got toys for that instead“ mit einem Sextoy als Mikrofon. Eine Hymne an die Selbstliebe, begleitet von einem frechen Video.
Debütalbum „Party For One“ und Durchbruch mit „W.I.T.C.H“
Wenig später findet sich „Nobody’s Baby“ auf Devon Coles Debütalbum „Party For One“ wieder, zusammen mit sechs weiteren Tracks: „Too Much Love“, „Good On Me“, „Alive“, „High & Dry“, „Kissing Corner Booth“ und „July for the Whole Year“. Parallel zu ihren Single- und Albumreleases ist die Sängerin auf TikTok aktiv. Dort sorgt sie unter anderem mit einer zeitgemäßeren Version des Hits „Blurred Lines“ von Robin Thicke für Aufsehen. Kann dieser Clip schon als Erfolg verbucht werden, lernt Devon Cole die Bedeutung des Wortes „viral“ erst richtig kennen, als sie einen Ausschnitt aus „W.I.T.C.H“ auf der Plattform teilt. Im Juli 2022 erscheint die Single zusammen mit einem Musikvideo, das so wirkt, als hätte Devon ein paar Freundinnen zusammengetrommelt, um gemeinsam eine gute Zeit zu haben. „W.I.T.C.H“ ist ein mit Gold prämierter Banger – und die Nummer, die Devon Coles Durchbruch markiert.
Wie um zu beweisen, dass sie kein One-Hit-Wonder ist, legt Devon Cole mit „Hey Cowboy“ den nächsten Ohrwurm vor. Und auch diesmal gibt es ein höchst unterhaltsames, augenzwinkerndes Musikvideo sowie eine klare sexpositive Botschaft dazu. Denn mit dem titelgebenden Cowboy will Devon lediglich Spaß für eine Nacht haben. Dass es in ihren Liedern nicht immer um Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Fun geht, zeigt Devon Cole anschließend mit „Call U After Rehab“ – ihr erster persönlicher, geradezu intimer Song. Ferner sind es nicht allein Erfahrungen mit Männern, die ihre Lyrics inspirieren. So ist „I Got You“ eine Ode an die Freundschaft. Analog zur textlichen Vielfalt zeugt auch die Musik von verschiedenen Einflüssen, von Funk und R&B bis Country. In ihrer Heimat Kanada wurde Devon Cole 2023 bereits als „Amazon Breakthrough Artist of the Year“ ausgezeichnet. Nun ist es Zeit, den Rest der Welt zu erobern.