Tanzbare Euphorie, Indie-Pop und elektronische Grooves:
Seit fast zwei Jahrzehnten beherrschen Friendly Fires die
Kunst, Gitarrenmusik und Dancefloor-Energie miteinander
zu verbinden. Nach einer längeren Phase, in der es
musikalisch ruhiger um die britische Band geworden war,
schlagen Ed Macfarlane und Edd Gibson nun ein neues
Kapitel auf. Mit ihrem vierten Studioalbum „Dig Deeper“
kehren Friendly Fires zu den Grundpfeilern ihres Sounds
zurück und entwickeln diese zugleich weiter.
Der Weg dorthin war keineswegs geradlinig. Nach dem
selbstbetitelten, für den Mercury Music Prize nominierten Debütalbum von 2008, „Pala“
(2011) und dem dritten Album „Inflorescent“ (2019) entstanden über Jahre hinweg
zahlreiche Ideen und Songs, mit denen die Band letztlich nicht zufrieden war. Für „Dig
Deeper“ entschieden sich Macfarlane und Gibson deshalb für einen Neustart: weniger
Grübeln, mehr Intuition und vor allem die Konzentration auf das, was Friendly Fires seit
jeher auszeichnet. Das Album entstand ohne externe Produzent*innen und setzt auf einen
unmittelbaren, persönlichen Ansatz.
Dabei ist „Dig Deeper“ nicht nur musikalische Rückbesinnung, sondern auch ein
ausgesprochen persönliches Album. Der Titeltrack ist dem verstorbenen Freund und
Londoner DJ Nick Williams gewidmet und greift dessen unermüdliche Suche nach neuer
Musik und neuen Ideen auf. Auch die Freundschaft zwischen Macfarlane und Gibson,
Verlusterfahrungen und Veränderung prägen die Platte. Gleichzeitig bleiben Rhythmus und
Bewegung essenziell: Hypnotische Dance-Grooves treffen auf weitläufige Gitarren, LatinPercussion, Falsettgesang und bewusst raue, ungeschliffene Momente. Referenzen reichen
von Talking Heads und New Order über Madchester und Balearic bis zur Indie-Dance-Szene
der Nullerjahre. Mit der aktuellen Single „Lose All Your Friends“ meldeten sich Friendly Fires
diesen August erstmals seit Jahren mit neuer Musik zurück.
Wie gut diese Mischung funktioniert, zeigt sich traditionell besonders auf der Bühne. Im
Sommer 2026 kehrten Friendly Fires auf die Festivalbühnen zurück und knüpften dort an
ihren Ruf als mitreißende Liveband an. Neue Stücke treffen im Set auf Songs aus der
gesamten Bandgeschichte, während Macfarlanes energiegeladene Bühnenpräsenz und die
rhythmische Wucht der Band aus Konzerten regelmäßig große Indie-Dance-Partys machen.
Im intimen Rahmen des Berliner Frannz Clubs dürfte am 27. Januar genau diese Verbindung
aus Nähe, Bewegung und Euphorie besonders unmittelbar werden: ein Abend für Fans, die
Friendly Fires bei ihrem exklusiven Deutschlandkonzert mit altem und neuem Material nicht
nur hören, sondern vor allem erleben wollen.