Beim Hören von Songs wie „Lose My Number“, „Little Girl“ oder „I Don’t Wanna Know“ käme man nicht darauf, dass da eine noch sehr junge Singer-Songwriterin am Werk ist. Doch genau das ist Hanna Rautzenberg – nur klingen ihre Stimme und ihr Sound eben überraschend ausgereift. Musik- und Bühnenerfahrung besitzt sie trotz ihres jungen Alters reichlich, denn von kleinauf ist Musik die ganz große Leidenschaft in ihrem Leben. Außerdem bemerkenswert in der heutigen Zeit: Auch wenn Hanna Rautzenberg sehr aktiv ist auf ihren Socials, ist sie nicht auf diesem Wege bekannt geworden. Stattdessen steht sie seit Jahren auf den Bühnen der Republik und verzaubert die Menschen mit ihrer außergewöhnlichen Stimme.
Hanna Rautzenberg stammt aus Stangerode im südlichen Harz – ein richtiges Dorf. Weil sie sich da jedoch langfristig nicht wirklich zugehörig gefühlt hat, zieht sie schließlich nach Leipzig. Doch auch in der Großstadt ist nicht alles perfekt, sodass sie hin- und hergerissen ist zwischen Stadt und Provinz. Und was macht eine waschechte Musikerin in einer solchen Lage? Richtig, sie schreibt einen Song darüber. „In-Betweener“ heißt ihre musikalische Auseinandersetzung mit diesem Thema und den damit verbundenen Gefühlen. Genau wie dieses, basieren auch ihre anderen Lieder auf persönlichen Erlebnissen und Emotionen. Klar, dass Erfahrungen mit Beziehungen und Liebe dabei oft als Inspirationsquelle dienen. Ein Beispiel hierfür ist „I Don’t Wanna Know“, das 2024 als erste Single auf den einschlägigen Streamingplattformen erscheint. Ihr erster Song ist dieser aber bei Weitem nicht.
Von „Soulmate“ zu „I Don’t Wanna Know“
Schon in jungen Jahren beginnt Hanna Rautzenberg eigene Musik und Liedetexte zu schreiben. Als Kind spielt sie zunächst Geige, dann kommen Klavier und Gitarre dazu. Heute begleitet sie sich bei Live-Auftritten gerne selbst auf der Gitarre. Ihr Debütalbum „Soulmate“ bringt die damalige Schülerin im Teenageralter heraus. Tatkräftige Unterstützung erfährt sie dabei von ihren Eltern, allen voran der Mutter, die kurzerhand ein eigenes Label gründet und auf dem Album als Backgroundsängerin in Erscheinung tritt. Es dauert nicht lange, da steht Hanna Rautzenberg als Support für bekanntere Acts auf den Bühnen des Landes und auch die Radiostationen nehmen Notiz von ihr.
Nach diesen frühen Anfängen ist sich Hanna Rautzenberg sicher, dass sie professionell Musik machen möchte. Sie arbeitet mit internationalen Songwriter*innen zusammen, nimmt Musik auf und entwickelt ihren persönlichen Sound weiter. Parallel dazu studiert sie Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Musikalisch findet zwischen dem 2020 erschienen Album „Soulmate“ und neuen Lieder wie „I Don’t Wanna Know“ eine Entwicklung statt. Während Hanna mit Musik von Bruce Springsteen, Brian Adams oder The Rolling Stones aufgewachsen ist und „Soulmate“ einen deutlichen Folk-Rock-Einschlag besitzt, hat sich die Newcomerin inzwischen hörbar mit der Popmusik angefreundet. Wobei hier viel eher von Indie- als von kommerziellem Pop die Rede ist. Unabhängig vom Musikstil, ist es Hanna Rautzenbergs kraftvolle, ausdrucksstarke, leicht raue Stimme, die durch ihre ganz eigene Klangfarbe besticht.
Keine Frage, Hanna Rautzenberg ist eine hochtalentierte Newcomerin, die es nach ganz oben schaffen kann. Verdientermaßen werden die Hallen und Bühnen, auf denen sie singt, immer größer. Etwa, wenn sie im Vorprogramm von Leony oder Silbermond auftritt. Nach und nach erscheint mehr neue Musik von ihr, auch bei den Streaminganbietern – unbedingt im Auge behalten!