Sowohl als Pianist, Komponist als auch Dirigent zählt Horacio Lavandera mit seiner außergewöhnlichen Kombination von Intellekt und Emotionalität zu den herausragenden Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Als weltweit einziger lateinamerikanischer Pianist kann er mit seinen 32 Jahren auf eine beachtliche musikalische Karriere von 15 Jahren verweisen. Zahlreiche Auftritte auf internationalen Podien führten ihn von Argentinien aus nach Tokyo in Asien und Europa, wo er in London, Madrid, Rom, London und Madrid mit namhaften Orchestern konzertierte.
Neben der geplanten Herbstkonzert-Tour 2017 durch Deutschland und Österreich wird Horacio Lavandera im kommenden August mit seinem neu gegründeten Orchester „Clàsica Argentina“ im Centro Cultural Kirchner Buenos Aires, dem größten Kulturzentrum Lateinamerikas, den Zyklus der Beethoven Klavierkonzerte aufführen.
Bei diesem Debüt wird man ihn sowohl in der Rolle des Dirigenten als auch des Pianisten erleben. Das Orchester setzt sich aus den besten in Argentinien lebenden Musikern zusammen.
Noch vor seinen Konzerten in Wien, Hamburg und München gastiert Horacio Lavandera am 23. September mit einem speziellen Programm in der Kirche St. Johns, Smith Square in London.
Gleichzeitig bereitet er seine USA-Tournee vor, die für 2018 geplant ist. Top Locations wie das Colony Theatre in Miami, die Zipper Hall in Los Angeles und Carnegie Hall in New York werden die Bühnen für Lavanderas Aufführungen abgeben.
Gewinner des Umberto Micheli Wettbewerbs
Bereits im Alter von 16 Jahren gewann der im Jahre 1984 in Buenos Aires geborene Künstler 2002 den Umberto Micheli Wettbewerb im Teatro alla Scala in Mailand. Kein Geringerer als Klaus Kalchschmid schrieb damals in der Süddeutschen Zeitung: „Dass Horacio Lavandera mit seinen 17 Jahren glänzend Klavier spielen kann, wird schon in den ersten Minuten deutlich.“
Sein umfangreiches Repertoire reichte von Barockmusik bis zu zeitgenössischer Musik. Für seine Interpretation von Ravels Klavierkonzert in G-Dur wurde er in der Endrunde mit dem Sonderpreis des Philharmonischen Orchesters der Scala ausgezeichnet.
Als Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe erhält Horacio Lavandera Einladungen zu Auftritten mit namhaften Orchestern und Klavierabenden in Amerika, Asien und Europa. Er ist sowohl als Solist, Komponist und Dirigent tätig.
Vom einstigen Wunderkind zur reifen Musikerpersönlichkeit
In seiner Heimat ist Horacio Lavandera bereits ein großer Star, der in den renommiertesten Konzerthallen wie Colon de Buenos Aires, Teatro Real Madrid, Auditorio National de Madrid eine Zuhörerschaft von 2.000 Musikfreunden begeistert und im wahrsten Sinn des Wortes „die Bühne rockt“.
Schon in jungen Jahren wurden ihm als Teilnehmer zahlreicher Wettbewerbe bedeutende Auszeichnungen verliehen: SHELL Preis, Musikalische Kritik Vereinigung Preis, Gardel Beste Classical Album Preis, Rotary Club Preis, u.a.m.
Als künstlerischer Leiter war Lavandera Direktor von zwei Fernsehprogrammen mit dem Titel „Brücken bauen“ & „Nächte für Musik und Wissenschaft“. Beide hatten den Auftrag, klassische und zeitgenössische Musik zu verbreiten. Gefördert wurde dieses Projekt vom Ministerium für Bildung und vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie in Argentinien.
Und wenn Musikkritiker Josep Pascal im spanischen Musikmagazin „Scherzo“ über die Live-Aufnahme von Lavanderas Solo Recitals in der Wigmore Hall in London Folgendes schreibt, dann ist dem wohl nichts hinzuzufügen: „Das Ergebnis zeugt von der überzeugenden Arbeit eines Pianisten, der – nachdem er seine Dreißiger-Jahre erreicht hat – die Reife besitzt, all sein Können, Ausdruck und meisterhafte Technik zu präsentieren, die ihm alle Türen öffnen.“
Bis dato spielte Lavandera u. a. in den großen Konzertsälen der Welt: im Herkulessaal (München), Wigmore Hall (London), Jordan Hall (Boston), Accademia Nazionale di Santa Cecilia (Rom), Musikverein (Wien), Hamarikyu Asahi Hall (Tokyo), Teatro Real (Madrid), Teatro Colón (Buenos Aires).
Als Solist trat er zusammen mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Orquesta Sinfónica de Radio Televisión Española, den London Chamber Pleyers, dem Orquesta Estable del Teatro Real und dem Orchestra Nazionale di Santa Cecilia unter Dirigenten wie Charles Dutoit und Antonio Pappano auf.
Zeitgenössische Musik als Auftrag
Aber nicht nur in der Interpretation klassischer Komponisten hat sich Horacio Lavandera in den letzten Jahren einen Namen gemacht, sondern auch im Bereich der zeitgenössischen Musik. Gemeinsam mit Karl Stockhausen arbeitete er an der Interpretation seiner Werke, wofür er von diesem sehr gelobt wurde. Sowohl in seiner Rolle als Pianist wie auch Komponist seiner Programme ist er stets bestrebt, das Alte mit dem Neuen zu verbinden. Er studierte u. a. bei Maurizio Pollini und Charles Rosen.
Zahlreiche Auszeichnungen für CD-Einspielungen
Von der Stadt Buenos Aires wurde er mit der “Bicentennial Medal” geehrt. 2013 gewann sein “Chopin”-Album den Gardel Preis als “Best Classical Music Album” und ebenfalls 2016 seine CD “In London”.
2014 wurde ihm der Titel “Honorarprofessor” von der Universidad Nacional de Rosario verliehen. Der Pianist ist auch am 2014 von Carlos Saura produzierten Kinofilm “Zonda” beteiligt.
Musikalisch-poetische Interpretationen
"Ebenso kühn und geistreich wie seine Interpretation klassischer und zeitgenössischer Musik ist seine Kunst, musikalisch-poetische Programme von subtil geformter Emotionalität und funkensprühender Inspiration ausdrucksvoll zusammenzustellen: Er lässt dabei die einzelnen Musikstücke aufeinander hören und wird so selbst zum Komponisten.“