WERKSTATT: BARTNELKEN [HOW DID I GET HERE IF ALL MY ANCESTORS WERE GAY?]
Der Familienstammbaum macht vieles unsichtbar. Im Vordergrund stehen Reproduktion, Heirat und biologische Abstammung. Erzählt das die ganze Geschichte? Selbst wenn Menschen in heterosexuellen Verbindungen Kinder bekommen haben, müssen sie nicht in cis-hetero Normen passen. Und wer fällt ganz weg aus dem Stammbaum? Werden die queeren Erlebnisse, Identitäten, Verbindungen mit übermittelt und weitergetragen? Und wie viel ist verloren gegangen?
Time to mess up the straight lines. Der*die Performer*in nähert sich der eigenen Familiengeschichte und zentriert dabei Queerness. Sowohl in den Generationen, mit denen noch Austausch möglich ist, als auch darüber hinaus. Dabei werden nicht nur Spuren verfolgt, die nachprüfbar sind, sondern auch vorgestellte und erträumte.
Die auftretenden Erzählungen, Personen, Gefühle werden verkörperlicht – ihnen wird Raum gegeben, sich zu zeigen und durch den Körper des*der Performer*in Ausdruck zu finden. Ein Körper und darin ganz viele Körper, die sich gegen Schweigen, Repression, internalisierte Queerfeindlichkeit und Normierung auflehnen. Sie spüren die ganze Wucht all dieser Mechanismen, aber auch die Verbundenheit, Kraft und Stärke von Gegenerzählungen.
Ab 12 Jahren.
In deutscher Sprache.
Inhaltshinweis: Die Themen Queerfeindlichkeit und Depression werden verhandelt. Enthält teilweise Nacktheit.