Früher hielten sich Könige Narren aus dem Volk. Heute halten die Regierenden das Volk zum Narren. In der Monarchie machten Narren Späße über ihren König, in der Demokratie übernehmen die Regierenden diese Aufgabe gleich selbst. Denn die Narren von damals sind selten geworden. Viele machen den Mächtigen keinen Druck mehr, sondern lieber den Hof.
Früher erkannte man am Hofnarren die Klugheit des Königs. Heute kann ein Narr nur so klug sein, wie sein Regierender dumm ist. Während der Narr früher bei Kriegen zurückblieb, wird er heute vorgeschickt – mit Narrhallamarsch, direkt in die Schlacht.
Deshalb muss der Narr rechtzeitig erkennen, wann es Zeit ist, kein Narr mehr zu sein. Halten wir die Narrenfreiheit hoch, sonst regiert das Narrativ!
Lothar Bölck, der bekannte und älteste noch aktive ostdeutsche Solokabarettist, geht mit seinem neuen Programm „NARRaTIEF“ als Hinterhofnarr auf Tournee. Ein Geständnis voller Witz, Satire und scharfer Beobachtungen.
Kommen Sie und fällen Sie Ihr Urteil! Im Namen des Ulkes!