Wie beschreiben es Quarterbrain aus Berlin in ihrem Lied Mother Earth? Die ganze Welt steht Kopf und alles geht drunter und drüber. Die Erde kümmert das nicht, sie dreht sich einfach weiter.
Und sie wird sich auch noch drehen, wenn wir alle nicht mehr da sind. Umso wichtiger ist es, die Zeit, die uns bleibt nicht zu verschwenden und das Beste draus zu machen. Warum also nicht eine Band gründen und die Welt im Sturm erobern? Blöd nur, dass diese Idee gerade dann entsteht, wenn die Welt durch eine Pandemie gelähmt ist und die Protagonisten nicht mehr die jüngsten sind.
Was bleibt ist, das Beste draus zu machen, ein knalliges Live-Set zu schreiben, irgendwie die Mikros zu bedienen und auf bessere Zeiten zu hoffen. Die drei Musiker von Quarterbrain haben genau das getan.
Die vielleicht älteste Newcomer-Band der Rockmusik hat inzwischen einige Bühnen gerockt (u.a. als Tour-Support der Metal-Legende Anvil aus Kanada) und mit ihrer Bühnenpräsenz und Spielfreude harte Metalheads ebenso überzeugt wie unbedarfte Passanten z.B. bei der Fête de la Musique, sie hat das erste Album veröffentlicht und weitere Songs im Rucksack, die die drei fleißig auf verschiedensten Bühnen präsentieren. Dabei sind die Musiker immer darauf bedacht, ihren eigenen, unverkennbaren Musikstil weiter zu ent-wickeln. Sie wollen dabei das Rad nicht neu erfinden.