Mit frischen Indie-Pop-Klängen mischt Thomas Headon seit 2019 in der Musikszene mit. Dafür zog der im australischen Melbourne aufgewachsene Sänger extra in seine Geburtsstadt London. Seine erste EP nennt er „The Greatest Hits“, die zweite trägt den Titel „The Goodbye EP“. Hat er alle seine besten Songs etwa schon rausgehauen und sagt „Goodbye“, als alles eigentlich gerade erst richtig anfängt? Glücklicherweise nicht, schließlich folgt 2022 die dritte EP namens „Victoria“.
Es wäre auch wirklich zu schade gewesen, wenn Thomas Headon sich nach zwei Releases bereits verabschiedet hätte. Seine wachsende Fanbase wird das ganz genauso sehen. Seit der in Eigenregie veröffentlichten Debütsingle „Grace“ läuft es ziemlich rund für den sympathischen Aussie. Von Anfang an feiern die Leute Songs wie „Clean Me Up“ oder „Loving You“. Das liegt natürlich vor allem an der Musik selbst, die sich auch als Bedroom- oder Alternative-Pop kategorisieren lässt. Die höchst unterhaltsamen Musikvideos dürften aber ebenfalls einen Anteil an Thomas Headons Erfolg haben. Immer mit dabei in den frühen Videos: ein Pappaufsteller von Harry Styles. Der zählt nämlich zu Thomas’ musikalischen Einflüssen, ebenso wie Coldplay, The 1975, Tyler The Creator und Rex Orange County, neben anderen Künstlern.
„The Greatest Hits“, „The Goodbye EP“ und „Victoria“
Nachdem die „The Greatest Hits“-EP pünktlich zum internationalen Lockdown erschien und das Live-Spielen somit auf unabsehbare Zeit verschoben war, nutzte Thomas Headon diese Phase, um mit „The Goodbye EP“ noch im selben Jahr ein zweites Werk vorzulegen. Songs wie „Loving You“, „Focus“ oder „UrbanAngel1999“ zeigen Headon als vielseitigen und experimentierfreudigen jungen Künstler. Dieser Eindruck setzt sich mit „Nobody Has to Know“, „Strawberry Kisses“ oder „How Do I Know“ von der „Victoria“-EP fort. Und auch „Bored“ mit Lizzy McAlpine sowie das Feature auf „Dizzy“ von Chloe Moriondo (mit Alfie Templeman) zeigen einige der vielen interessanten Facetten des Singer-Songwriters.
Auch wenn Thomas Headon längst einen Plattenvertrag in der Tasche hat, besitzen seine Songs nach wie vor jenen DIY-Charakter, der schon „Clean Me Up“ oder „Car Window“ anhaftete. Die Lieder transportieren die Freude, die der Sänger und Gitarrist offensichtlich empfindet, wenn er Musik schreibt und spielt. Es macht einfach großen Spaß, ihm zuzuhören. Noch mehr Spaß macht es sicherlich, Thomas Headon live zu erleben. Mitschnitte von bereits gespielten Konzerten machen jedenfalls mächtig Lust darauf, bei der nächsten Gelegenheit selbst dabei zu sein.