Seit über 20 Jahren steht der Dresdner Thomas Kaufmann als Schauspieler auf den Brettern, die die Welt beglücken. Dies allein ist auch sein Ansinnen: Frohsinn und Lachen im versammelten Publikum zu erwecken. Studiert hat er dies nicht – allein die Praxis lehrte ihn, wie man eine Pointe gekonnt versemmelt, den Kollegen ins Wort fällt und auch die zotigste Zote noch einmal aufbäckt.
In seiner Hommage auf den 2019 verstorbenen Dresdner Kabarettisten Olaf Böhme („Mein Freund, der betrunkene Sachse“) schlüpft er in die Rolle des „betrunkenen Sachsen“ – die wohl bekannteste Schöpfung von Böhme. Mit allem nötigen Respekt, vor allem aber mit diebischer Spiellust, erweckt er den abstinenten Trinker zu neuem Leben und kramt die beliebtesten Geschichten des Sachsen noch einmal aus dem Einkaufsbeutel. In seinem zweiten Programm „Nüchtern betrachtet war’s betrunken besser“ lässt er die beliebte Figur durch alte und neue Abenteuer mit „der Muddi“ taumeln – freilich immer nach dem Motto: Wer schwankt, hat mehr vom Weg.
Im Boulevardtheater Dresden ist Thomas Kaufmann regelmäßig in verschiedenen Inszenierungen zu erleben. So unter anderem als Klempnermeister Bernd Seifert, im Märchen „Das singende, klingende Bäumchen“ oder auch als Dynamit-Harry in „Die Olsenbande wechselt die Windeln“ – eine Gaunerkomödie für welche er, gemeinsam mit Volker Zack, das Buch schrieb und als Regisseur verantwortlich zeichnete.