Mit Singles wie „Moshpit“ oder „Nazis erschiessen“ bezieht er politisch eindeutig Stellung. Darüber hinaus versprüht er starke Alligatoah-Vibes – ist dabei aber dennoch absolut „Unique“. Die Rede ist von Yu, dem Sänger und Songwriter, der „Die ersten Schritte“ wie auch „Die zweiten Schritte“ seiner Musikerlaufbahn bereits gegangen ist – und seinen Weg mit wachsendem Erfolg weitergeht. In Songs wie „Au Revoir“, „Angst“ oder „Zittern“ greift er wichtige Themen auf und übt Gesellschaftskritik, die er gerne mit einer satten Portion Ironie oder Sarkasmus garniert. Anfangs noch von seinem Kinderzimmer in der Nähe von Köln aus versorgt er seine Fans und Follower mit neuer Musik und Videos. Mit seinen mitunter provokanten Texten will er die Menschen zum Nach- und Umdenken anregen. Was er hingegen nicht will, ist, sich musikalisch festlegen. Pop, Indie, Rock, Rap – Yu bedient sich verschiedener Stile und lässt sich in seiner Kreativität nicht von Genregrenzen einengen.
Auch wenn die häufig angeführten Vergleiche dem jungen Newcomer nicht vollends gerecht werden: Ohne Alligatoah wäre Yu heute vermutlich nicht da, wo er ist. Schließlich ist es der „Willst du“-Sänger, der ihn auf TikTok entdeckt und seiner gerade in den Kinderschuhen steckenden Musikkarriere einen Kickstart verpasst. Yu selbst fällt natürlich aus allen Wolken, als ihm sein Idol Alligatoah aus heiterem Himmel folgt – und ihn dann auch noch zu sich auf Tour einlädt, wo Yu sich das erste Mal auf einer großen Bühne präsentieren darf. Als Krönung gibt es einen Plattenvertrag. Zudem produziert Alligatoah die Single „Unique“ und erweist Yu damit eine weitere Ehre. So sieht ein gelungener Karrierestart aus!
Yus musikalische Anfänge und Einflüsse
Aufgewachsen im nordrhein-westfälischen Troisdorf bei seiner alleinerziehenden Mutter, begeistert sich Yu schon sehr früh für Musik. Im Teenageralter schreibt er Songs und nimmt diese auf, ist später als Straßenmusiker etwa vor Konzerthallen unterwegs, spielt Gitarre und nimmt Gesangsunterricht. Musikalisch geprägt ist er zum einen von Queen und Michael Jackson, zum anderen kann er sich für solch unterschiedliche Stilrichtungen wie Reggae und Metal begeistern. Jene Vielseitigkeit spiegelt sich in seiner Musik wider und sorgt für jede Menge Abwechslung. In seinen Lyrics drückt Yu aus, was ihm am und auf dem Herzen liegt – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. „Moshpit“ etwa richtet sich klar gegen Nazis und ist nicht der einzige Track mit dieser Botschaft. Die Single „Angst“ behandelt das Thema passive Suizidalität; „Zittern“ widmet der Nachwuchskünstler allen trans Menschen. Ein Beispiel dafür, dass es nicht immer politisch zugeht, ist „Unique“ über heimliches Verliebtsein. Vielfalt ist bei Yu also auch in Sachen Songtexte Trumpf.
Nach den Anfängen mit der 2022 erschienenen EP „Die ersten Schritte“ sowie dem 2023er-Album „Die zweiten Schritte“ startet Yu 2024 weiter durch. So veröffentlicht er unter anderem die Kollabo-Singles „Fernweh“ mit Marlo Gosshardt, „Gänsehaut“ mit Julia Meladin und „Van Gogh“ mit Haller – alle vereint unter dem Titel „Yu & Me“. Nach Konzerten im Vorprogramm von ok.danke.tschüss und auf Demo-Veranstaltungen gegen Rechts geht es im Dezember 2024 mit dem neuen Album „Sophomore“ im Gepäck auf eigene Clubtour. Und die Leute können es offenbar kaum erwarten, zu Yus Musik einen „Moshpit“ zu starten: Kaum waren die Tickets für besagte „Yu & You Tour“ erhältlich, war diese auch schon restlos ausverkauft. Dass Yu gerade dabei ist, die deutsche Musikszene zu erobern, dürfte damit außer Frage stehen.