Gleich neben der Reeperbahn im Herzen der Hafenstadt Hamburg befindet sich das Stage Operettenhaus. In dem hochmodernen Bau mit langer, bewegter Historie erleben Zuschauer aus aller Welt von Musical-Klassikern über Ballettaufführungen bis hin zu Revuen Entertainment der Extraklasse.
Tradition und Moderne inmitten des pulsierenden Lebens
Zum ersten Mal öffnet das geschichtsträchtige Haus für Kunst, Musik und Theater im Jahr 1841 seine Pforten. Ausgestattet mit 3.000 Sitzplätzen, trägt es zunächst den Namen Circus Gymnasticus, angelehnt an das Wiener Vorbild. Das Hamburger Haus am Spielbudenplatz bietet den Stadtbewohnern sowie seinen seit jeher zahlreichen Gästen ein internationales Programm.
Die Geschichte des heutigen Stage Operettenhauses in Hamburg ist wechselhaft und von Höhen und Tiefen geprägt. Mehrfach wird das Gebäude durch Krieg und Feuer fast vollständig zerstört, stets wird es am gleichen Ort neu errichtet und mit neuem Namen betrieben. So wird es 1864 zur Central-Halle, brennt 1876 nieder, wird jedoch ein Jahr später wiedereröffnet. Ab 1920 trägt es den Namen Operettenhaus. Im Zweiten Weltkrieg nimmt es großen Schaden und wird erneut wieder aufgebaut.
Den festen Platz in der Kulturszene bewahrt sich das Operettenhaus in Hamburg. Seit dem aufwändigen Umbau im Jahr 2007 finden rund 1.380 Zuschauer im Stage Operettenhaus Platz und lassen sich von den Musicals in Hamburg in andere Welten entführen. Heute heißt der stilvolle Bau mit der eleganten Glasfassade und dem auffälligen Portal seine Besucher zu vielseitigen kulturellen Events willkommen.
Legendäre Musicals im Stage Operettenhaus
Stars wie Freddy Quinn und Marika Rökk geben sich die Ehre und das berüchtigte Skandal-Musical „Oh! Calcutta!“ feiert hier seine Uraufführung. Diverse Revuen und Shows gastieren für einige Monate im Theater und begeistern das Hamburger Publikum ebenso wie die internationalen Gäste.
Der große Erfolg gelingt allerdings mit musikalischen Katzen: Andrew Lloyd Webbers „Cats“ ist ein echter Kassenschlager und macht das Operettenhaus 1986 international bekannt. Ganze 15 Jahre strömen die Menschen in die legendäre Show.
Das ABBA-Musical „Mamma Mia“ bricht schließlich Besucherrekorde mit mehr als 2,5 Millionen verkauften Tickets. Weitere weltberühmte Produktionen finden ihren Weg regelmäßig auf die Reeperbahn und machen das Operettenhaus endgültig zu einem der Hotspots der deutschen Musical-Szene. In jüngster Zeit macht das Kulthaus dank der deutschen Fassung des amerikanischen Mega-Hits HAMILTON – DAS MUSICAL von sich reden.
Eine Sehenswürdigkeit im Herzen Hamburgs
Erinnert der erste Bau von 1841 optisch noch sehr an ein hölzernes Zirkusgebäude, erwartet Besucher heute eine ebenso stylische wie funktionale Glaskonstruktion in geradlinigem Design. Im Kontrast dazu herrschen im Inneren geschwungene Linien vor. Wendeltreppen, welche von meterhohen Spiegeln flankiert werden, führen Besucher hinauf zur zweiten Ebene des Foyers.
Auf den beiden Ebenen, die in auffälligem Rot und Weiß gestaltet sind, können Besucher durch die Glasfront auf das quirlige Treiben St. Paulis blicken und sich bei einem Drink auf die Show einstimmen.
Weithin sichtbar im Trubel der Reeperbahn prangen gigantische Plakate an der Front, die Zuschauer in das aktuelle Programm einladen. Beim Betreten des Stage Operettenhauses erzählt die Einrichtung des Foyers von der langen Geschichte des Hauses.
Gäste erreichen das Stage Operettenhaus in Hamburg bequem mit dem öffentlichen Nahverkehr, denn mehrere S-Bahn-, U-Bahn- und Buslinien fahren regelmäßig in direkter Nähe. Wer mit dem Auto anreist, findet zahlreiche Parkhäuser entlang der berühmten Reeperbahn.