āCavemanā ā das ist Theater, Comedy und Ein-Mann-Bühnenshow. Vor allem aber ist es ein Garant für einen Abend, an dem ein Lach-Flash den nƤchsten jagt. Mit dem Stichwort Jagen wƤren wir auch schon beim Thema des erfolgreichen Solo-Theaterstücks. Es geht darin nƤmlich um MƤnner (JƤger) und Frauen (Sammlerinnen), genauer gesagt um die Unterschiede und daraus resultierenden MissverstƤndnisse zwischen den beiden Spezies. Eine Thematik, die stets aktuell ist. SchlieĆlich waren und sind MƤnner seit jeher die jagenden, wƤhrend die Frauen sich dem Sammeln verschrieben haben ā und das beeinflusst unseren Alltag und unser Zusammenleben. Stimmt nicht? Dieses Rollenklischee stammt aus der Steinzeit und ist lƤngst überholt? Dass die Evolution zwar viele, aber eben nicht alle geschlechtertypischen Verhaltensmuster ausmerzen konnte und auch heutzutage in jedem von uns noch ein wenig Hƶhlenmensch steckt, das führen uns die Caveman-Darsteller auf die denkbar lustigste Art vor Augen.
Das Comedy-Theaterstück stammt aus der Feder von Rob Becker und hat seinen Ursprung am legendƤren Broadway in New York, wo es 1991 erstmals aufgeführt wurde ā der Beginn einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte. Zuschauer in mehr als 30 LƤndern lachten bereits über das Stück, das im Original den Titel āDefending the Cavemanā trƤgt und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Für die im Jahr 2000 uraufgeführte deutsche Fassung zeichnet Kristian Bader verantwortlich; die Regie übernahm Esther Schweins.
Kristian Bader war überdies der erste, der den titelgebenden āCavemanā Tom auf der Bühne verkƶrperte. Ćber 1000 Mal schlüpfte er seitdem in die Rolle des Hƶhlenmannes, in der er weiterhin regelmƤĆig im āSchmidts Tivoliā in Hamburg zu sehen ist. Da āCavemanā aber an diversen Spielorten in ganz Deutschland stattfindet, gibt es lƤngst mehrere Darsteller, die dem steinzeitlichen Protagonisten alle ihren eigenen, individuellen Anstrich verleihen. Derzeit als Hƶhlenmensch zu sehen sind: Holger Dexne, Guido Fischer, Raul Gonzalez, Karsten Kaie, Martin Luding, Volker Meyer-Dabisch und Felix Theissen. Bei den āCavemanā-Darstellern handelt es sich um ausgebildete und erfahrene Schauspieler, die zum Teil aus TV-Serien und -Filmen bekannt sind.
Die Inhalte des Solostücks sind gleichermaĆen altbekannt wie topaktuell. Denn es ist doch so: Mann und Frau kƶnnen nicht ohne einander, aber das Miteinander gestaltet sich eben auch nicht gerade reibungslos. Unter dem Motto āDu sammeln. Ich jagen!ā stellt āCavemanā die Hürden unserer modernen Beziehungen dar, und jeder im Zuschauerraum, ob mƤnnlich oder weiblich, findet sich darin wieder. Seien es die unterschiedliche Art zu kommunizieren oder Probleme zu lƶsen, die verschiedenen Herangehensweisen bei der Hausarbeit oder beim Einkaufen, oder geschlechtsspezifische Eigenarten wie Revierdenken bei MƤnnern oder das Bedürfnis etwas auszudiskutieren bei Frauen.
Mit originellen Beispielen und schauspielerischem Kƶnnen hƤlt uns der āCavemanā Tom einen Spiegel vor. Absolut sehenswert!