Wem die Titel "Drip Season", "Wunna", "Drip Harder" "Drip Too Hard", "Limonade" und "Pushin P" etwas sagen, der ist vermutlich längst mit dem Schaffen des US-Rappers Gunna vertraut. In seiner Heimat genießt der aus dem Großraum Atlanta stammende Artist bereits seit 2018 einen regelrechten Hype um seine Person und seine Musik. Hierzulande hat es wie üblich etwas länger gedauert, doch "Wunna" aus dem Jahr 2020 und das Anfang 2022 veröffentlichte "DS4Ever" erreichten auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz äußerst respektable Chartplatzierungen.
Fans von Young Thug und Lil Baby dürften schon vor einiger Zeit durch Gastauftritte auf Gunna aufmerksam geworden sein. Und wer Travis Scotts "Yosemite" vom "Astroworld"-Album kennt, weiß ebenfalls, von wem die Rede ist. Mit Young Thug verbindet Gunna nicht nur eine langjährige Freundschaft, vielmehr verdankt er dem ebenfalls in Atlanta geborenen Erfolgsrapper seine Karriere. So nahm Young Thug Gunna einst unter die Fittiche seines Labels YSL, wo dieser 2016 sein Mixtape "Drip Season" droppt. Der Nachfolger "Drip Season 2" bringt zwar noch nicht den ersehnten Durchbruch, ebensowenig die "Drip or Drown"-EP, doch mit dem dritten Mixtape im Bunde gelingt dieser 2018 schließlich. Spätestens als im selben Jahr das Kollabo-Mixtape "Drip Harder" mit Lil Baby erscheint und auf Rang 4 der US-Charts einsteigt, gilt Gunna als der neue Stern am Southern-Rap-Firmament. Die Singleauskopplung "Drip Too Hard" erweist sich gar als Multiplatin-Hit.
"DS4Ever" – Teil 4 der "Drip Season"-Serie
Mit seinem Debütalbum "Drip or Drown 2" setzt der 1993 als Sergio Giavanni Kitchens geborene Rapper seines Siegeszug 2019 fort. In den US-Charts steigt das Album auf Platz #3 ein; "Wunna" und "DS4Ever" schaffen es danach prompt auf die Pole Position, ebenso wie "Slime Language 2" – eine YSL-Kompilation mit Young Thug und Gunna. Fester Bestandteil all dieser Alben sind Features. Neben den genannten Genre-Institutionen geben sich auch Drake, Chris Brown, Future, 21 Savage, Chlöe und viele weitere Kollegen und Kolleginnen die Ehre. Ob "Lemonade" mit Internet Money und Don Toliver featuring Nav oder "Pushin P" featuring Future und Young Thug – kaum eine Single ohne Feature. Genauso häufig und gerne bitten andere namhafte Artists Gunna um einen Gastbeitrag, dafür ist "On Time" von Ufo361 ebenso ein Beispiel wie "Big" von Rita Ora, Imanbek und David Guetta.
Binnen weniger Jahre hat sich Gunna als feste Größe im Südstaatenrap etabliert. Dementsprechend groß ist die Spannung darauf, was er als Nächstes droppt, ob er seine "Drip Season"-Reihe fortsetzt, welche Kollabos noch so in der Pipeline warten – und natürlich darauf, wann der Rap-Star das nächste Mal auf Tour kommt.