Mohammad Reza Mortazavi (* 1978 in Isfahan, Iran) ist ein deutsch-iranischer Tombak-Musiker, Komponist und Preisträger des Rudolstädter Newcomer-Musikpreises Ruth.
Leben
Beide Eltern waren selbst Musiker und förderten seine musikalischen Interessen schon in jungen Alter. Schon mit 10 Jahren nahm er an einem Musikwettbewerb in Teheran teil und gewann den 1. Preis, genauso in den darauf folgenden sechs Jahren. Er verbesserte seine musikalischen Fingertechniken und Klangvariationen, auch indem er die Grenzen des traditionellen hinter sich ließ. Eigens für den Wettbewerb komponierte er eigene Stücke und wurde damit populär. Ab 12 Jahren begann Mohammad Reza, selbst Unterricht zu geben.
Mit 22 Jahren kam Mohammad Reza erstmals nach Deutschland, um, einer Einladung aus München folgend, ein Solo-Konzert zu geben. Er traf auf unverhofft viel Begeisterung für seine Musik. Es ergaben sich daraus optimale Rahmenbedingungen, eigene CDs zu veröffentlichen und weitere Konzerte zu geben. Dabei reifte in ihm für die Zukunft die Idee, gemeinsam mit internationalen Musikern ein eigenes Trommlerorchester zu gründen.
Mohammad Reza Mortazavi lebt und arbeitet als Musiklehrer (Meisterkurse) und konzertanter Musiker überwiegend in Berlin und nur noch gelegentlich in Isfahan. Im Jahre 2003 erhielt er den Rudolstädter Weltmusikpreis Ruth. In Anerkennung seiner „erweiterten Spieltechniken und neuen Stilistiken“ auf dem Tombak, einem traditionellen Instrument der klassischen iranischen Musik, wurde er auf dem internationalen Festival für improvisierte Musik Total Music Meeting im November 2005 in Berlin geladen, einen eigenen Programmpunkt als Solokonzert und mehrtägigem, dreistündigen Workshop zu gestalten.
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