Dramady über Familie, Erwartungen und darüber, dass wir oft viel toleranter sein möchten, als wir es sind.
Die Familie Molitor ist eine ganz normale Familie. Man arbeitet, man streitet, man feiert gemeinsam Ostern, Weihnachten, Silvester – man versucht, miteinander auszukommen. Als Sohn Sven sich outet, reagiert die Familie überraschend gelassen. Man ist schließlich tolerant, aufgeklärt und offen. Alles also kein Problem.
Zum Ostersonntag soll Sven seinen Freund Tom mitbringen. Ein gemeinsames Essen, ein Kennenlernen, ein harmonischer Familienabend – so zumindest der Plan. Tom erscheint. Doch er entspricht nicht ganz den Erwartungen. Plötzlich gerät ein Bild ins Wanken und das Festessen immer mehr aus dem Gleichgewicht.
Autor Christian Wüster führt sein Publikum nonchalant durch dramatische und komischen Szenen. Schnell wird deutlich, dass es zwischen Familienritualen, Bildungsansprüchen und Missverständnissen längst nicht mehr nur um Tom geht, sondern um Selbstbilder, Lebensentwürfe und die Frage, wer hier eigentlich wen beurteilt.