Die Welt ist nicht eindeutig. Sie entsteht im Moment. Aus unzähligen Möglichkeiten wird eine Wirklichkeit oder gleichzeitig viele Wirklichkeiten? Was wäre, wenn jede unserer Entscheidungen eine neue Welt eröffnet? Wenn alle Versionen unseres Lebens nebeneinander existieren?
Diese Gedanken muten beinahe trivial an und führen zugleich zu der tiefgreifenden und komplexen physikalischen Theorie des Multiversums. Das Stück PARALLELE WELTEN vom Tanzlabor Leipzig unter der künstlerischen Leitung von Roman Windisch lädt dazu ein, diese vielschichtigen Zusammenhänge tänzerisch zu erkunden.
Aus Bildern entstehen Räume, die sich verschieben, überlagern und wiederholen. Dabei treten Tanz, Sprache und Musik in einen gleichberechtigten Austausch. Körper begegnen sich als Varianten ihrer selbst, Bewegungen finden ihr Echo im Geräusch und Sprache verläuft parallel dazu – oder durchkreuzt die Dimensionen, um neue Verbindungen zu schaffen.Die Bühne löst sich auf. Perspektiven wechseln. Nähe und Distanz verändern sich. Das Publikum wird Teil eines Gefüges aus Blickwinkeln, Möglichkeiten und Zufällen. Zwischen Wiederholung und Veränderung entfaltet sich ein Raum, in dem Entscheidungen sichtbar werden und zugleich offen bleiben.