Die Golem-Legende erzählt von einem Wesen, das aus lebloser Materie geschaffen und durch mystische Rituale zum Leben erweckt wird, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Über Jahrhunderte war der Golem ein Symbol für die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf, Macht und Verantwortung - wie ein Vorläufer der Diskussion über Künstliche Intelligenz.
Denn in vielen Versionen der Legende gerät das geschaffene Wesen außer Kontrolle und wird zur Bedrohung für seinen Schöpfer. Wie weit darf der Mensch in seinem Bestreben gehen, ein Abbild seiner selbst zu erschaffen? Eine Collage mit Texten aus drei Jahrhunderten, dargeboten von Katharina Groth und Wolfgang Wagner, begleitet vom Klangkünstler Wolfram Spyra und einer »echten KI«:Aleph, philosophiert über die Möglichkeiten, Gefahren und Grenzen des Maschinengeistes. Kooperation mit Deutsches Kulturforum östliches Europa