Nüchtern, aber ebenso monumental und imposant - so präsentiert sich die Fassade der Deutschen Oper seit 1961 an der Bismarckstraße in Berlin-Charlottenburg. Die Klarheit der Architektur Fritz Bornemanns eröffnet sich, sobald man das Foyer der Oper betritt. Hier erwartet den Besucher eine Weite und Eleganz, die von Schlichtheit und Reduktion bestimmt ist. Die Ästhetik des Zuschauerraumes bietet hervorragende akustische Qualitäten. Die hölzerne Wandverkleidung, die dezente Farbgebung und die gezielt gerichtete Beleuchtung betonen, dass bei einem Opernbesuch in der Deutschen Oper Berlin allein die Aufführung im Mittelpunkt steht. Das Opernhaus verfügt über 1865 Plätze, wurde ohne klassische Logen konzipiert und garantiert dadurch eine gute Sicht von allen Plätzen.
Seit 1. August 2012 liegt die künstlerische Leitung bei Intendant Dietmar Schwarz. In seiner ersten Spielzeit, die gleichzeitig die 100. des Hauses an der Bismarckstraße ist, werden Helmut Lachenmanns "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern", Richard Wagners "Parsifal", Sergej Prokofjews "Die Liebe zu den drei Organen", Benjamin Brittens "Peter Grimes" und Giuseppe Verdis "Rigoletto" zur Premiere kommen. Ein besonderes Augenmerk wird der Kinder- und Jugendarbeit gewidmet. Die neue Bühne in der Tischlerei wird dem Nachwuchs eine eigene Heimstatt werden mit Babykonzerten, Musiktheaterprojekten, Performances, Werkstätten. Ein Jugendprojekt mit Motiven aus Wagners "Ring des Nibelungen" wird sich im März die "große Bühne" erobern: "Der Ring: Next Generation".