Sie sind „Sportlich“, auch im „Winter“, wenn alles „Weiß“ ist, haben dabei aber immer „Eine Hand frei“ und träumen sich an grauen Berlin-Tagen gerne ans „Meer“, wo sie „Das alles“ hinter sich lassen könnten. Hinter den hier verbauten Songtiteln verbergen sich Tracks, die Pop und Rap mit Indie-Vibes verbinden. Kenny & Krabat heißt das hierfür verantwortliche Duo, das zwar seit vielen Jahren eng befreundet ist und auch schon seit Schulzeiten gemeinsam mit Musik experimentiert, jedoch erst 2022 mit der ersten Single „Ich bin da“ rausrückte. Und wo diese herkam, gibt es noch mehr von der Sorte, wie sich bald herausstellen sollte.
Wer etwas tiefer gräbt, entdeckt, dass Kenny & Krabat nicht erst seit 2022 Musik veröffentlichen: Unter dem Namen Prynze erschienen zuvor bereits Songs wie „Hate Me“ oder „Moonlight“. Der Start mit „Ich bin da“ als Kenny & Krabat bedeutet also eher einen Neuanfang. Geändert hat sich dabei nicht nur der Name, auch der Sound unterscheidet sich vom vorherigen. Haben die Jungs aus Westberlin nach der anfänglichen Experimentierphase also schließlich zu sich und „ihrer“ Musik gefunden? Es sieht ganz danach aus. In dieser mixen sie munter verschiedene Stilrichtungen zu Tracks mit Hitpotenzial.
Kenny & Krabat: Freunde seit Kindheitstagen
Kenny und Krabat lernen sich in der siebten Klasse kennen und freunden sich an – dabei könnten sie von außen betrachtet unterschiedlicher kaum sein. Krabat eher ruhig, Kenny aktiver und extrovertierter. Der Grundstein für die Zukunft als musikalisches Duo wird gelegt, als Krabat von seinem Vater zum 12. Geburtstag eine Musik-Software geschenkt bekommt. Ab diesem Zeitpunkt ist es um die beiden Jungs geschehen. Seither sind sie zusammen kreativ, basteln an Sounds und Texten, entwickeln Ideen und vereinen ihre unterschiedlichen musikalischen Einflüsse aus Pop, Indie und Rap. Das Ergebnis sind Tracks wie „Das alles“, „Meer“, „Ich bin da“ und „Eine Hand frei“. Und die finden eine immer größere Hörerschaft.
In ihren Texten erzählen Kenny & Krabat auf anschauliche Weise aus ihrem Leben und ihrem Alltag, lassen die Hörer an ihren Erfahrungen und Gefühlen teilhaben. Was die Musik angeht, kann man dem Duo schon nach wenigen Singles ein sicheres Gespür für treffsichere Hooks attestieren. Auf Genregrenzen pfeifen die Berlin Boys, weshalb sie auch keine Scheu vor poppigen Ohrwurmmelodien haben – und der Wirkung dieser kann sich schließlich kaum jemand entziehen. Die Indie-Note und die wohl überlegten, mitunter leicht melancholischen Lyrics bilden einen sanften Kontrast zu jener Eingängigkeit – eine rundum gelungene Mischung. So wie sich die beiden Freunde, die sich wie Brüder fühlen, perfekt ergänzen, so ergänzen sich auch die einzelnen musikalischen Bestandteile zu einem in sich stimmigen Ganzen. Von Kenny & Krabat werden wir in den nächsten Jahren sicher noch einiges hören.