Die Kunst des Witzeerzählens beherrscht Markus Krebs wie kein Zweiter. Mit Mütze und Sonnenbrille sitzt der Duisburger auf einem Barhocker, genehmigt sich ab und an einen kräftigen Schluck aus seiner obligatorischen Bierpulle und haut einen Gag nach dem nächsten raus. Derweil kann sich das Publikum dem raubeinigen Charme des Stand-up-Comedians unmöglich entziehen und feuert in regelmäßigen Abständen Lachsalven ab. Ziemlich genau so sieht ein Live-Auftritt von Markus Krebs aus.
„Pass auf … kennste den?!” heißt eines der Soloprogramme von Markus Krebs. Und dieser Name trifft den Nagel auf den Kopf. Denn der „Mann hinter dem Bauch” bombardiert seine Zuschauer geradezu mit Witzen – und zwar mit solchen der zotigen Sorte. Feinsinn? Fehlanzeige! Subtiler Humor? Gibt’s woanders! Eine tiefere Botschaft? Nö! Dafür sorgt der „Hocker-Rocker” mit kuriosen Alltagsgeschichten, herrlich bekloppten Wortspielen und Pointen am laufenden Band dafür, dass sich sein Publikum vor Lachen nicht mehr einkriegt. Dass sich der Humor dabei gerne mal deutlich unter der viel zitierten Gürtellinie bewegt, ist natürlich volle Absicht. Markus Krebs live zu erleben, fühlt sich ein wenig so an, als sitze man mit einem Kumpel in der Kneipe – einem sehr lustigen Kumpel.
Markus Krebs’ Witze sind allesamt gut, keine Frage. Entscheidend dafür, dass sie auch zünden, ist aber die Art, wie er sie erzählt. In dieser Hinsicht macht dem Ruhrpott-Original keiner was vor. Mithilfe von gekonnt gesetzten Pausen und Betonungen bringt der leidenschaftliche Fußballfan selbst den größten Kalauer derart trocken rüber, dass man schlichtweg keine andere Wahl hat, als in Gelächter auszubrechen. Ob der Comedian über seine Ex herzieht, sich über seinen liebevoll „Vollpfosten” genannten Freund lustig macht (der sich zum Beispiel mit einem Brennholzverleih selbstständig machen will) oder sich selbst auf die Schippe nimmt – mit seiner direkten, unverfälschten Art drückt er jedem Gag seinen persönlichen Stempel auf.
Vom Baumarkt auf die Comedy-Bühne
Trotz seines großen Erfolges ist Markus Krebs ein absolut bodenständiger Mensch geblieben. Vielleicht, weil er vor seiner Karriere als Komiker ein ganz normales Leben führte: 1970 in Duisburg geboren, absolviert Krebs eine Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Anschließend ist er unter anderem als stellvertretender Leiter in einem Baumarkt tätig. 2011 geht der Nachwuchs-Comedian als Sieger des RTL-„Comedy Grand Prix” hervor. Daraufhin ist Markus Krebs ein gern gesehener Gast in diversen bekannten TV-Comedyshows, etwa bei Bülent Ceylan, Kaya Yanar oder Cindy aus Marzahn. Wenig später geht der Newcomer mit seinem ersten Soloprogramm „Literatur unter Betäubung” auf Tour. Das Konzept aus derben Zoten am Fließband geht vollkommen auf und wird folglich auch in den weiteren Programmen „Hocker Rocker”, „Permanent Panne” und „Pass auf … kennste den?!” fortgesetzt. Wenn Markus Krebs gerade nicht auf Kneipen- oder Hallentour ist, reißt er seine Witze im Theken-Talk-Podcast „Comedykation”.
Seinem Erfolgskonzept aus Kneipenhumor, trockenen Sprüchen und Ruhrpott-Charme wird Markus Krebs hoffentlich auch in Zukunft treu bleiben – denn genau dafür lieben ihn seine Fans.