Mit ca. 50 SchauspielerInnen gilt das Residenztheater (Bayerisches Staatsschauspiel) als größtes Sprechtheater-Ensemble Deutschlands. Die drei Spielstätten, das Residenztheater (mit 877 Plätzen), das Cuvilliéstheater (mit 523 Plätzen) und der Marstall (mit max. 160 Plätzen) liegen in unmittelbarer Nachbarschaft im Herzen Münchens.
Seit der Spielzeit 2011/12 wird das Residenztheater von Martin Kušej geleitet, der zum Auftakt seiner Intendanz "Das weite Land" von Arthur Schnitzler inszenierte. Seine erste Spielzeit ist geprägt von einem neuen Ensemble und einem Schwerpunkt auf neuer Dramatik, mit Uraufführungen u.a. von Alexander Kluge, Franz Xaver Kroetz, Albert Ostermaier und Kathrin Röggla sowie deutschen Erstaufführungen von Dennis Kelly, Neil LaBute und Sarah Ruhl.
In dieser Spielzeit inszenieren u.a. Frank Castorf, Friederike Heller, Jürgen Kuttner, Michael Thalheimer und Barbara Weber, außerdem manifestiert sich an der Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Radu Afrim, Calixto Bieito, Pippo Delbono und Dušan David Pařízek eine für dieses Haus neue Öffnung für europäisches Theater.
Die drei Spielstätten haben eine jeweils eigene Ausrichtung erhalten. Im Residenztheater ist die große weltumspannende Dramatik von Shakespeare bis zur Gegenwart zu sehen, das Cuvilliéstheater ist – im Spannungsverhältnis zur schmucken Ästhetik des Rokokotheaters – der Gegenwartsdramatik gewidmet, während im Marstall offenere Formen, Projekte und Veranstaltungsreihen ihren Platz finden, wie beispielsweise eine Residency der Performancegruppe Showcase Beat Le Mot bzw. ein internationales Fassbinder-Festival.