Sie gilt als die Queen of Rap – und ist weit über die Genregrenzen hinaus erfolgreich. Nicki Minaj ist hochtalentiert, vielseitig, intelligent, witzig, sexy, ein wenig crazy – und einer der größten Female-Rap-Artists aller Zeiten. Lil Kim, Foxy Brown und Missy Elliott ebneten den Weg, den die Künstlerin Mitte der 2000er-Jahre betrat und der sie steil nach oben führte. In ihrer Heimat USA wird ihr Debütalbum „Pink Friday“ 2010 gleich zum Hit – und Hits hat Nicki Minaj seitdem so einige hervorgebracht, darunter „Super Bass“, „Starships“ und „Anaconda“.
1982 als Onika Tanya Maraj in Port of Spain, der Hauptstadt von Trinidad und Tobago, geboren, wandert die heute als Nicki Minaj bekannte Rapperin und Sängerin als kleines Kind mit ihren Eltern nach New York aus, wo die Familie im Stadtteil Queens lebt. An der LaGuardia High School of Music and Art and Performing Arts in Manhattan erlernt sie das Handwerk für ihre spätere Karriere. Am Mic steht sie ab 2004, zunächst jedoch im Hintergrund für andere Rapper. Über ihre MySpace-Seite sichert sie sich die Aufmerksamkeit von Fendi, dem Chef von Dirty Money Recordings, und schließlich von Lil Wayne, der mit ihr einige Tracks für seine Mixtapes aufnimmt und sie später an Bord seines Labels Young Money holt. 2007 droppt Nicki Minaj ihr erstes eigenes Mixtape „Playtime Is Over“. Dieses kommt bei Fans, Kritikern und Rap-Kollegen gleichermaßen gut an. Das gilt auch für die nachfolgenden Mixtapes „Sucka Free“ und „Beam Me Up Scotty“.
„Pink Friday“ – Debütalbum einer „Queen“
Nicki Minaj ist bereits in aller Munde, als ihr erstes Studioalbum „Pink Friday“ erscheint und ihr den endgültigen Durchbruch beschert. Das liegt nicht zuletzt an vorangegangenen Features für Künstler*innen wie Mariah Carey, Usher und Christina Aguilera. Auf „Pink Friday“ gastieren dann ebenfalls einige Musikgrößen, namentlich Eminem („Roman’s Revenge“), Rihanna („Fly“), Drake („Moment 4 Life“), will.i.am („Check It Out“), Kanye West („Blazin“) und Natasha Bedingfield („Last Chance“). Ihren binnen kurzer Zeit erreichten Status hat Nicki Minaj damit zweifelsfrei bewiesen. Spätestens die Singleauskopplung „Super Bass“ verhilft der Newcomerin auch hierzulande zu Ruhm und Ehre. Das Nachfolgealbum „Pink Friday: Roman Reloaded“ bringt einen noch größeren Hit mit sich: Die Dance-Nummer „Starships“ wird in mehreren Ländern mit Platin überhäuft.
„Starships“ ist bezeichnend für Nicki Minajs musikalische Bandbreite, die von Pop und R&B bis hin zu knallhartem Rap reicht. In Sachen Flow macht ihre kaum eine etwas vor, ihre Lyrics sind gewitzt und auf den Punkt, dazu kann sich ihre Gesangsstimme mehr als hören lassen. Kein Wunder also, dass die Feature-Anfragen nicht abreißen, so etwa 2014 von Ariana Grande für „Bang Bang“, das sich als Smash-Hit entpuppt. Im selben Jahr erscheint unter dem Titel „The Pinkprint“ Album Nr. 3., das mit „Pills n Potions“ und „Anaconda“ zwei weitere Hits enthält. Unter den vertretenen Gastkünstlern finden sich Beyoncé auf „Feeling Myself“ sowie Drake, Lil Wayne und Chris Brown auf „Only“. Fast vier Jahre vergehen anschließend bis zum treffend betitelten vierten Album „Queen“. Untätig ist Nicki Minaj während dieser Zeit selbstredend nicht, so ist sie unter anderem auf „Hey Mama“ und „Light My Body Up“ von David Guetta, auf „Bitch I’m Madonna“ von selbiger, auf Ariana Grandes „Side to Side“ sowie Jason Derulos „Swalla“ zu hören. Auf „Queen“ gibt sich sogar Fox Brown die Ehre.
Längst hast sich die „Queen“ Nicki Minaj ihren Platz auf dem Rap-Thron gesichert. Mit „Pink Friday 2“ macht sie dies 2023 noch einmal unmissverständlich klar. Sicher nicht die letzte Veröffentlichung des „Super Freaky Girl“.